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Donnerstag, 09.September 2010

Rohstoffe optimal nutzen

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TU Freiberg strebt eine ganzheitliche, an der gesamten Rohstoff-Wertschöpfungskette orientierte Forschung an

Erdöl wird der erste Energierohstoff sein, bei dem aufgrund der begrenzten Vorräte eine immer weiter steigende Produktion nicht mehr möglich sein wird. Das geht aus einer Studie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hervor. „Bei Erdöl aus konventionellen Vorkommen erwarten wir nach unseren Berechnungen, dass schon in den kommenden Jahren ein Produktionsmaximum erreicht wird. Wenn wir aber alle Optionen optimal nutzen, könnte die Erdölförderung insgesamt – also auch aus nicht-konventionellen Quellen wie Ölsanden sowie durch eine bessere Entölung der Lagerstätten – bis etwa 2030 gesteigert werden“ , sagt BGR-Energierohstoffexperte Prof. Dr. Bernhard Cramer. Diese Entwicklung muss durch Erneuerbare Energien und durch Erdgas, Kohle und Uran abgefangen werden.
Vor diesem Hintergrund hat die Bundesregierung bereits 2007 eine nationale Rohstoffstrategie ins Leben gerufen. Sie sieht unter anderem die Verdopplung der Rohstoffproduktivität bis 2020, die Sicherung der Verfügbarkeit von Rohstoffen sowie die Erhöhung von Materialeffizienz vor. Um diese Ziele zu erreichen, plant die Bundesregierung „die Ansiedlung eines Forschungsinstituts zur nachhaltigen und sicheren Rohstoffversorgung mit Standort in den Neuen Ländern" (aktueller Koalitionsvertrag von CDU, CSU und FDP, S. 57).
„Die TU Bergakademie Freiberg sieht sich dabei als erster Adressat", erklärt Prof. Bernd Meyer. „Ein solches Forschungsinstitut würde die Profilierung der Universität als die Ressourcenuniversität Deutschlands komplettieren. Am Standort Freiberg kann diese Forschungseinrichtung mit dem Ziel einer nachhaltigen und sicheren Rohstoffversorgung Deutschlands durch eine ganzheitliche, an der gesamten Rohstoff-Wertschöpfungskette orientierte Forschung realisiert werden."
Auch Sachsens Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Prof. Sabine von Schorlemer, bestätigt diese Einschätzung: „Wir setzen uns für eine weitere Helmholtz-Einrichtung an der TU Bergakademie Freiberg ein. Es geht dabei um ein Forschungszentrum für effiziente und nachhaltige Nutzung der Rohstoffe. Mit Finanzierung des Bundes wollen wir dort ein Ressourcenzentrum in Kooperation mit dem zukünftigen Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf gründen."
Ein Konzept für diese kooperative Einrichtung, in das die Forschungskompetenzen Freibergs und des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf eingebunden würden, liegt bereits vor und wurde den politischen Entscheidungsträgern auf Landes- und Bundesebene vorgestellt. Ein fakultätsübergreifend zusammengestelltes Projektteam ist derzeit dabei, dieses Konzept schriftlich in Form eines Antrages detailliert darzulegen.    
CH

Foto:
Die Bergakademie strebt eine weitere Profilierung als Ressourcenuniversität an.     Foto: Technische Universität
Bergakademie Freiberg.

 

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