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Wirtschaftsjournal stellt sich mit modernisiertem Konzept weiteren Zielgruppen
Zeitschriften scheinen tot. Immer weniger Menschen wollen etwas als gebundene Ausgabe lesen. Alles Wissen kommt aus dem Internet! Das Gespenst kriselnder Verlage geht um. Natürlich liest man nicht so viel darüber – schließlich geht es um die eigenen Nester. Doch schwindende Auflagenhöhen und Abonnentenzahlen sprechen eine eindeutige Sprache.
Es überrascht, in welcher Form viele Verlage die Lösung des Problems angehen: Studenten und Amateure als Journalisten, Verzicht auf Sorgfalt in Recherche und Sprache.
Das Wirtschaftsjournal möchte hier einen anderen Weg gehen. Auf der einen Seite wollen wir Nutzen für unsere Leser konsequent schaffen. Ohne Nutzen gibt es kein Interesse und keine Treue. Als Kommunikator für Unternehmer und Manager stellen wir uns so auch der zweiten Seite: Dem treffgenauen Zugang zu den Zielgruppen unserer Kunden. Dabei geht es aus meiner Sicht nicht allein um gedruckte Informationen. Ein moderner Medienverlag bietet Inhalte. Wo und wie sie an die Leser kommen ist allein von den Wünschen der Leser abhängig. Sowohl Leserstruktur als auch das Leseverhalten haben sich in den letzten Jahren extrem gewandelt. Wir erwarten schnelle Informationen durch die Internetrecherche. Wir kommunizieren durch Instant-Messenger in Echtzeit. Wir lassen uns täglich durch eine wahre E-Mail-Flut erschlagen. Wir verringern viel zu viel Zeit vor dem Fernseher. Und wir wollen Seite für Seite in einer schönen Zeitschrift blättern, in bekannte und unbekannte Gesichter sehen und Beiträge abseits des globalisierten Medien-Mainstreams lesen.
Das Wirtschaftsjournal soll das Leben der mitteldeutschen Wirtschaft zeigen, die Vielfarbigkeit der Unternehmen und Branchen zeichnen und die Wechselwirkung mit politischen Rahmenbedingungen betrachten. Dabei geht es immer um Menschen. Es geht um die Unternehmer und deren Erfolgsbasis – die Millionen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dabei ist es ebenso wichtig, von Kunden und Multiplikatoren wahrgenommen zu werden und den Stolz innerhalb des Unternehmens auszubauen. Eine gute Kommunikation schafft belastbare Netzwerke. Unsere mittelständischen Unternehmer können ohne diese Netzwerke nicht überleben.
Auf absehbare Zeit sind heute keine Alternativen zu gedruckten Medien in realistischer Reichweite. Aber wir brauchen auch die elektronischen Medien. Ein neues Wirtschaftsjournal online verbindet die gedruckten Informationen mit der schnellen Verfügbarkeit des Internets. Die Kennziffern hinter dem „Web-Klick“ im gedruckten Magazin bringen Sie schnell und einfach zum Web-Beitrag. Hier erwarten Sie weiterführende Informationen, Hintergründe oder Präsentationen in Wort und Bild. Verlinkungen mit ähnlichen Beiträgen erleichtern die Erfassung ganzer Themengebiete. Doch selbst das Internet als Technologie und Informationsplattform reicht uns nicht aus: In absehbarer Zeit wird das Wirtschaftsjournal auch mobil von unterwegs zu lesen sein. Ein bereits als Pflänzchen ins Leben gerufene Wirtschaftsjournal-TV begeistert mit seiner Lebendigkeit des bewegten Bildes.
Und so bleibt ein einziges Fazit: Es lebe die Zeitschrift – in ihrer medialen Vielfalt!
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Der neue Lotse ist an Bord

