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Donnerstag, 09.September 2010

Wieder bessere Aussichten

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VDMA zur Lage im ostdeutschen Maschinen- und Anlagenbau

Im ostdeutschen Maschinen- und Anlagenbau ist die konjunkturelle Lage nach wie vor angespannt. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage des VDMA Ost unter seinen 350 Mitgliedsfirmen in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Ein Großteil der Unternehmen musste im zweiten Quartal erneut rückläufige Auftragseingänge und Umsatzeinbußen hinnehmen.


Etwas Hoffnung keimt jedoch auf. Die Geschäftsaussichten für die Monate bis September werden wieder deutlich besser eingeschätzt. Rechneten für das zweite Quartal  56 Prozent der Unternehmer mit Einbußen, sind es für das dritte Quartal nur noch 36 Prozent. Etwa 58 Prozent erwarten ein gleichbleibendes Ergebnis.
„Dies ist ein kleiner Hoffnungsschimmer, den wir aber nicht überbewerten dürfen“, so VDMA Ost-Geschäftsführer Reinhard Pätz. „Erst wenn sich die bessere Stimmung der Geschäftsleute im Auftragseingang niederschlägt, haben wir die Talsohle erreicht.“
Am besten den Nachfragerückgang kompensieren können Unternehmen, die über einen sehr breiten Branchen- und Produktmix verfügen oder einen Nischenabsatzmarkt bedienen. Doch mittlerweile geraten auch strukturell und finanziell gut aufgestellte Unternehmen in Schwierigkeiten. „Die Gründe hierfür sind vielschichtig“, meint Reinhard Pätz. „Zum einen verschieben oder stornieren Kunden notwendige Investitionen, was sich im schleppenden Auftragseingang widerspiegelt. Zum anderen sind die Maschinen- und Anlagenbauer einem immensen Preisdruck ausgesetzt, der zum Teil in Preisdumping ausufert. Hinzu kommt eine sich teilweise verschlechternde Zahlungsmoral der Auftragnehmer.“
Besonders kritisieren die Maschinenbauer und deren Kunden das restriktive Bankenverhalten. Sie beklagen vor allem die unzureichende und erschwerte Kreditversorgung, Probleme bei der Verlängerung von Krediten und die verschlechterten Finanzierungskonditionen.
WB

Foto:
Trotz der aktuellen Lage beurteilen Unternehmen ihre Geschäftsaussichten für das laufende Quartal sehr viel positiver als noch vor einigen Wochen

 

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