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Dienstag, 07.September 2010

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25 KMU, darunter auch ostdeutsche, sind für ihre „Exzellente Wissensorganisation“ ausgezeichnet worden

Das eigentliche Know-how und der Wert eines Unternehmens befinden sich in den Köpfen der Mitarbeiter, wie Wirtschaftsexperten immer wieder betonen. Daher ist es entscheidend, das Wissen eines jeden Beschäftigten  zu erfassen, nutzbar zu machen und auch bei seinem Ausscheiden zu erhalten. Gleichzeitig soll damit eine verstärkte Wertschätzung gegen­über dem Mitarbeiter zum Ausdruck gebracht werden. Das fördert zusätzlich die Schaffenskraft in einem Unternehmen.  Firmen, die ein so genanntes Wissensmanagement in vorbildlicher Weise bereits praktizieren, sind Ende Oktober 2009 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie ausgezeichnet worden.

25 kleine und mittlere Unternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet und der Schweiz er­hielten die Auszeichnung als „Exzellente Wissensorganisation". Unter ihnen befindet sich  ALLRESIST aus Strausberg bei Berlin. Das mit neun Mitarbeitern sehr kleine Unternehmen entwickelt, fertigt und vertreibt lichtempfindliche Lacke (Resists), die unter anderem für die Mikrochipherstellung benötigt werden. Durch das konsequente Controlling mit Kennziffern in allen Bereichen der Organisation stellt das Unternehmen die Umsetzung seiner Strategien und Ziele sicher. Die umfassende und systematische Entwicklung der Mitarbeiterkompetenz und die Zusammenarbeit mit Partnern aus dem Hochschulbereich ermöglicht  ALLRESIST eine nachhaltige Wissensentwicklung, die in einer hochspezialisierten Branche wie der Mikroelektronik unerlässlich ist.
Auch Lorenz Dental aus Zwickau gehört zu den Ausgezeichneten. Von- und miteinander zu lernen bedeutet, dass jeder der deutschlandweit 220 Mitarbeiter durch sein Wissen zur Weiterentwicklung der Organisation beiträgt – 30 Verbesserungsvorschläge pro Jahr sind hier erst der Anfang. Als technische Plattform für das interne Wissensmanagement verwenden alle Standorte ein gemeinsames Intranet. Neben den definierten Standards der Gruppe finden sich hier auch Erfahrungsberichte zu besuchten Weiterbildungsmaßnahmen. In unterschiedlichen Themenforen können sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darüber hinaus fachlich austauschen. Jeder Standort verfügt zudem über einen eigenen Intranet-Bereich, in dem er Dokumente verwalten und intern kommunizieren kann.
Der Wissensaustausch des in Berlin ansässigen IT-Full-Service-Dienstleisters neofonie basiert u. a. auf einer festen intern organisierten Veranstaltungsreihe - den „Dienstagsvorträgen“. Ferner pflegt er einen  regen Austausch mit Open Source Communities.
Der Dresdner Spezialist  für Multimedia-Anwendungen T-Systems MMS setzt auf ein für alle Mitarbeiter zugängliches TeamWeb. Technische Basis ist eine Enterprise-Wiki-Software, die über die übliche Wiki-Funktionalität hinaus Blogs, RSS-Feeds, ein Rechtemodell und eine Bewertungsfunktion mitbringt.
CH

Zahlen und Fakten
Laut einer Studie von KPMG, die Dr. Uwe Debitz von der TU Dresden Mitte November in einem Vortrag zitierte, soll der Anteil des Wissens an der Gesamtwertschöpfung eines Unternehmens bei etwa 60 Prozent liegen. 

Was bedeutet nun konkret Wissensmanagement?
Es ist nach dem Juristen und Soziologen Prof. Helmut Willke „die Gesamtheit organisationaler  Strategien zur Schaffung einer intelligenten Organisation. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem organisationsweiten Niveau der Kompetenz, Ausbildung und Leistungsfähigkeit der Mitglieder sowie der effizienten Nutzung von Kommunikation und Informationsstrukturen.“ (1998)

 

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