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Mittwoch, 10.M�rz 2010

Wir können einpacken

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Chancen im Verpackungsmarkt weltweit gegeben – aber die Interessen der Kunden beachten

Einen C(r)ashkurs zur Weltwirtschaftskrise versprach Dirk Müller, Buchautor und Analyst an der Frankfurter Börse, den Teilnehmern an der 19. Dresdner Verpackungstagung. In seinem mitreißenden Vortrag machte er deutlich, dass nur Verlass auf harte Fakten sei, nicht jedoch auf Glauben, Hoffnung oder den ifo-Geschäftsklimaindex.

„Die Teilnehmer informieren sich über die Medien und übermitteln dann ihre Hoffnung, es wird schon aufwärts gehen...", meinte er zur Entstehung. Der vom Institut für Wirtschaftsforschung erstellte Index gilt als Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Unternehmer sollen ihre Geschäftslage beurteilen und eine Prognose für die nächsten sechs Monate abgeben. „Wir sind jetzt auf dem gleichen optimistischen Stand wie im Sommer 2008. Doch das bedeutet, es hatte damals niemand eine Ahnung, was kommt!", erläuterte er ein wenig sarkastisch die zugehörige Grafik. Tatsächlich erlebte die Industrieproduktion in der Eurozone einen Einbruch von 40 Prozent, der jetzt nur noch 28 Prozent betrage, somit aber noch keinen Aufschwung bedeute. Starkes Wirtschaftswachstum werde durch den Export bestimmt, erklärte er weiter, doch gerade beim Außenhandelspartner USA seien die Einbrüche dramatisch. Hoffnung liege nun in den asiatischen Märkten, doch nur 5 Prozent des Exportes gehe nach China, gar nur 1 Prozent nach Indien. „Wir haben keinen selbsttragenden Aufschwung", betonte Dirk Müller. Künftiges Problem werde die Verschuldung sein. „Meine Voraussage: Die Schulden werden neu verhandelt – und dann gestrichen. Aber der Zeitpunkt ist offen."
Für die Verpackungsbranche sehe er einen großen Markt. „Wenn man Märkte erobern will – unbedingt auf die Kunden hören!" gab er den Teilnehmern mit auf den Weg und empfahl, Verpackungsleistungen in Entwicklungsländer zu bringen. Die Veranstaltung wurde unter dem Titel „Effizienzsteigerung im Verpackungsprozess – Anforderungen und Lösungen" vom Deutschen Verpackungsinstitut (DVI) in Kooperation mit der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Fördertechnik und Verpackung (WGFV) Anfang Dezember 2009 organisiert. Die 20. Dresdner Verpackungstagung findet am 2. und 3. Dezember 2010 statt.
Simone Pflug

Foto:
Bankkaufmann, Börsenmakler und Analyst Dirk Müller – ein Gesicht der Frankfurter Börse – erläuterte in seinem Einführungsvortrag das Finanzmarktgeschehen und die Auswirkungen auf die Verpackungsindustrie.     Foto: S.Pflug

 
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Die Gesundheitsregion Carus Consilium Sachsen feiert Ihr 1-jähriges Bestehen. Sie umfasst mehr als 500 Partner und Interessenten aus Forschung, Krankenversorgung, Gesundheitsvorsorge, Patientenvertretung sowie Wirtschaft und Politik, die sich zum Ziel gesetzt haben, tragfähige Konzepte zur Sicherstellung und Weiterentwicklung des Gesundheitssystems umzusetzen. Weiterlesen...

Die Farbe der Chemie ist grün

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Hauptgeschäftsführer vom Verband Nordostchemie: „Wir verstehen wirklich etwas von Umweltschutz“

Die Chemieindustrie erwirtschaftet in Deutschland jährlich 180 Milliarden Euro. Deutschland ist damit in Europa mit Abstand der bedeutendste Chemiestandort. Rund 440.000 der 6,1 Millionen Industriebeschäftigten Deutschlands arbeiten in der Branche. Die im Cluster Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland organisierten Unternehmen haben rund 81.000 Mitarbeiter in Sachsen, Thüringen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt und erwirtschaften einen Umsatz von 21 Milliarden Euro im Jahr. Neben der Wirtschafts- und Innovationskraft sowie der Beschäftigungspotenziale stellen die Leistungen im Bereich Umweltschutz den beachtlichsten Erfolg der Branche in Mitteldeutschland dar.
„Wenn wir von Umweltschutz reden, sehen die Leute, dass wir wirklich etwas davon verstehen", betont Dr. Paul Kriegelsteiner, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Chemischen Industrie e. V., Landesverband Nordost (Nordostchemie). Die chemische Industrie war in Ostdeutschland vor dem 1990 einsetzenden Strukturwandel ein enormer Umweltverschmutzer.

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