Gesundheitsfürsorge im Unternehmen zahlt sich auf Dauer aus
„Gesundheit ist ein wichtiges Thema für die Wirtschaft!" stellten die Gäste der Sitzung des Beirates für Gesunde Arbeit in Dresden übereinstimmend fest. Gerade den KMU fehlten oftmals die Ressourcen, um die demografische Entwicklung bei der Personalplanung ausreichend zu berücksichtigen, um die Potenziale älterer Beschäftigter klug zu nutzen oder effektive Präventionsmaßnahmen im Unternehmen zu etablieren.
Dazu konnte Stephan Schulze, Projektleiter am Dresdner Kompetenzzentrum für Gesunde Arbeit GmbH, schon erste Erfolge vorweisen. Zwar sei die derzeitige Wirtschaftslage sicher nachteilig für die Projektentwicklung, sagte er. Doch neun engagierte Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Betriebsgröße haben mit der Regionalstelle in Dresden bereits eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Derzeit werden vor Ort Belastungskataster als Basis für Arbeitsgestaltungsmaßnahmen und als betriebliches Frühwarnsystem erstellt, unter anderem auch in der Obstland Dürrweitzschen AG. „Nach einer umfänglichen Situationsanalyse arbeiten wir bereits seit Monaten an konkreten Plänen zur Umsetzung und Handhabung der wohl für alle deutschen Unternehmen gleichermaßen brisanten Problematik. Im absoluten Vordergrund des Handelns steht dabei für uns die Gesundheitsprävention!", sagte Personalleiter Michael Erlecke. Um der Belegschaft die Problematik nahe zu bringen, wurde eigens ein „Gesundheitstag im Obstland" durchgeführt.
Frau Dr. Andrea Morgner, Geschäftsführerin der Carus Consilium Sachsen GmbH, verwies auf den enormen Vorteil regionaler Netzwerkstrukturen, um integrierte Versorgungsformen etablieren zu können. Es müssten verstärkt und konsequent Präventionsmaßnahmen zur Vermeidung gesundheitlicher Risiken im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements und in gesellschaftspolitischer Eigenverantwortung gefördert werden, sagte sie. Gesundheit und Sozialverhalten werden weltweit künftige Wachstumsmotoren sein. Insgesamt beteiligen sich bundesweit 6 Regionen am Projekt „Gesunde Arbeit", 15 weitere Städte und Regionen haben Interesse signalisiert.Â
Simone Pflug



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