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Donnerstag, 11.M�rz 2010

Fusion mit Weitblick

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Die IKK Sachsen wird künftig im Interesse ihrer Versicherten in einem starken Verbund am Markt agieren

Zum 1. Januar 2010 fusioniert die IKK Sachsen mit der IKK Baden- Württemberg und Hessen, der IKK Hamburg und der IKK Thüringen zur IKK classic. Dies gaben die vier beteiligten Verwaltungsräte Ende Oktober in Dresden bekannt. Der Fusionsantrag liegt derzeit zur Genehmigung beim Bundesversicherungsamt.
Damit entsteht mit über 1,8 Millionen Versicherten die deutschlandweit größte Innungskrankenkasse. Über 3000 Mitarbeiter betreuen in mehr als 180 Geschäftsstellen die Versicherten wohnortnah. Die bundesweite Öffnung ist vorgesehen. Hauptverwaltungen befinden sich in Dresden, Erfurt, Hamburg, Ludwigsburg und Wiesbaden. Sitz der IKK classic ist in Dresden. Wirtschaftsjournal sprach darüber mit Gerd Ludwig, Vorstand der IKK Sachsen.

WJ: Welche Bedeutung hat die Fusion der vier Krankenkassen in dieser Größenordnung?
G. Ludwig:
Mit dieser Fusion erreichen wir einen Stellenwert am Markt, der es uns ermöglicht, optimaler zu agieren und das Leistungsspektrum für unsere Versicherten zu erweitern. Durch die Bündelung der Kräfte entstehen Synergieeffekte, die eine stärkere Serviceorientierung und den Ausbau der Produktpalette ermöglichen. Zudem wird die IKK classic stärker in der Landes- und Bundespolitik wahrnehmbar sein. Da alle vier Kassen auf solider finanzieller Basis stehen und effiziente Organisationsstrukturen aufweisen, können die Versicherten davon ausgehen, dass sie weiterhin wohnortnah und individuell betreut werden.

WJ: Was bedeutet das konkret für die Versicherten?
G. Ludwig:
Allen Versicherten wird ein nahtloser Krankenversicherungsschutz garantiert. Die bisherigen persönlichen Ansprechpartner vor Ort ändern sich nicht. Auch die bisherigen Versicherungskarten behalten ihre Gültigkeit. Alle Leistungserbringer und auch alle Arbeitgeber werden von der IKK classic informiert, so dass hier kein zusätzlicher Aufwand entsteht. Ab 2010 werden die Zusatzleistungen der vier Innungskrankenkassen zusammengeführt, so dass dann alle Versicherte von den besten Angeboten profitieren können. Einen Zusatzbeitrag wird die IKK classic auch weiterhin nicht erheben.

WJ: Kann die IKK Sachsen von ihren Erfahrungen aus der Fusion der Regionalkassen profitieren?
G. Ludwig:
Eindeutig ja. Im Jahr 2000 wurden die regionalen Innungskrankenkassen in Sachsen zur IKK Sachsen vereinigt. Diese Erfahrungen werden uns jetzt helfen, die Organisationsstrukturen effizient zu vernetzen und weiter auszubauen. Eine Fusion ist ein integrativer Prozess. Die Entscheidungen sind relativ schnell getroffen, aber wenn man erfolgreich sein will, muss man alle Beteiligten einbeziehen. Unsere Wurzeln liegen im handwerklichen Bereich. Auch bei der IKK classic, die sich als Krankenkasse für den Mittelstand und das Handwerk versteht, werden Angebote für Arbeitgeber eine wesentliche Rolle spielen.

WJ: Wie sieht das konkret aus?
G. Ludwig:
Die IKK Sachsen ist ein starker Partner im betrieblichen Gesundheitsmanagement und wird es auch als IKK classic bleiben. Wir führen Krankenstandsanalysen und Workshops durch, um gemeinsam mit Unternehmern wirksame Maßnahmepläne zur betrieblichen Gesundheitsförderung zu erarbeiten. Erfolgreich unterwegs ist die IKK-Gesundheitstour, auf der in zwei speziell ausgerüsteten Bussen vor Ort in Unternehmen branchenspezifische Gesundheitstests durchgeführt werden können. Sehr gefragt ist die Unternehmer-Kur, ein neuntägiger Aufenthalt in der Fachklinik Bad Elster mit sporttherapeutischem Programm und Anti-Stress-Training. Auch bei den Beiträgen in der Lohnfortzahlungsversicherung kommt die IKK Unternehmern entgegen. So ist speziell die Umlage 1, die bei Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall zur Anwendung kommt, sehr flexibel gestaltet, damit der Arbeitgeber die Höhe der Erstattung individuell nach seinen Unternehmensvoraussetzungen wählen kann. Die neue IKK classic wird auch hier den Arbeitgebern ab 2010 eine günstige Umlageversicherung mit hoher Flexibilität offerieren.

Das Gespräch führte Simone Pflug






IKK Sachsen

Tannenstraße 4b
01099 Dresden
Telefon: 01801 455000
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
www.ikk-sachsen.de

 

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