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Samstag, 31.Juli 2010

H1N1 als Betriebsrisiko

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Haben Sie schon einen Pandemieplan?

In Deutschland sind seit 14. Juli 2009 weitere 71 Fälle der „Neuen Grippe" (Influenza A/H1N1) bestätigt worden. Die Gesamtzahl der seit 29.04.2009 bestätigten Fälle beträgt damit 834. Täglich erreichen uns neue Meldungen und Zahlen aus dem Ausland und von infizierten Reiserückkehrern aus dem Urlaub. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die „Neue Grippe" am 11.06.2009 offiziell zur Pandemie erklärt. Nach Einschätzung der WHO gibt es vermutlich keine oder nur eine beschränkte Immunität gegen das neue H1N1-Virus. Bei einer großen Verbreitung könnte auch ein Virus, das bei gesunden Menschen vorwiegend moderate Symptome verursacht, große Auswirkungen auf eine Gesellschaft und deren Volkswirtschaft haben.

Alles nur Panikmache oder Grund zur Sorge?
Unnötige Panikmache bringt gar nichts. Diese verursacht nur Verunsicherung in der Bevölkerung bei geringem Nutzen. Unternehmen sollten aber für den Fall der Fälle geeignete Vorsorgemaßnahmen treffen.
Obwohl 90 Prozent der großen Unternehmen zum Teil einschneidende Auswirkungen auf ihren Betrieb befürchten, verfügen laut einer Umfrage von Mercer Management Consulting nur 47 Prozent über einen besonderen Notfallplan. Immerhin geben 60 Prozent der DAX-Unternehmen an, einen Pandemieplan vorbereitet zu haben.
Ein realistisches Szenario: Während der Zeit einer etwa 8 Wochen andauernden Grippewelle werden voraussichtlich insgesamt 40 Prozent der Mitarbeiter so krank, dass sie für mindestens 7 Tage ausfallen. Gleichzeitig werden Mitarbeiter aus Angst vor Ansteckung fehlen, oder weil sie kranke Angehörige bzw. Kinder pflegen oder betreuen müssen, weil Schulen und Kindergärten geschlossen bleiben. Auf dem Höhepunkt der Grippewelle kann man davon ausgehen, dass bis zu 50 Prozent des Personals fehlen (Berechnungen des Robert Koch Institutes bei einer angenommenen Infektionsrate von 30 Prozent der Bevölkerung).
Betriebe müssen sich auf das Szenario einrichten, denn von Außen ist in einem solchen Fall wenig Hilfe zu erwarten. Ein solider und seriöser Pandemieplan kann die negativen Auswirkungen reduzieren und beschleunigt die Wiederaufbauphase. Er sollte ein erhöhtes Ansteckungsrisiko am Arbeitsplatz vermeiden und die Aufrechterhaltung des Betriebes und der Geschäftsprozesse sichern. Wichtige geschäftliche Aktivitäten müssen fortgeführt werden, soweit dies möglich und verantwortbar ist. Dafür müssen Schlüsselfunktionen festgelegt, Vertretungsregelungen geschaffen und mit den Mitarbeitern kommuniziert werden. Weitere Ziele sind die Sicherung von Betriebsvermögen und gegebenenfalls das kontrollierte Abfahren von Anlagen.

Tipps für Hygieneregeln nach dem Nationalen Pandemieplan:
Vermeiden von Händegeben, Anhusten, Anniesen,
Berührungen der Augen, Nase oder Mund
Intensive Raumbelüftung
(verringert die Anzahl der Viren in Räumen)
keine Klimaanlagen nutzen
gründliches Händewaschen nach Personenkontakt, der Benutzung der Sanitäreinrichtungen
die Absonderung von an Influenza erkrankten Personen
Verzicht auf den Besuch von Theater, Kino usw. –
Menschenansammlungen vermeiden
gegebenenfalls Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Öffentlichkeit

Weitere Informationen:
Über unsere E-Mailadresse: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. können Sie ein kostenloses und unverbindliches Beispiel für ein Handbuch zur betrieblichen Vorbereitung (Pandemieplan) anfordern.
Hilfreiche und sehr gute Quellen im Internet:
www.rki.de
www.pandemierisiko.info
(sehr gute Präsentation des RKI in einer Endlosschleife)
www.wir-gegen-viren.de 
(Bestellmöglichkeit für kostenloses Informationsmaterial)











Autor:
Alexander Gräf,Leiter des arbeitsmedizinischen Zentrums der Jenaer Arbeitsmedizin GmbH
Jena, Leipzig, Dresden

 
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„Seit gefühlten 100 Jahren beschäftige ich mich mit Marketing." Ein Satz, mit dem sich Jörg Sattler gern neuen Geschäftspartnern vorstellt. Schon seit seiner Kindheit ist das „Denken in anderen Köpfen" eine charakteristische Stärke von ihm. Anfang der 90er Jahre baute der studierte Nachrichtentechniker als Chefredakteur eine Betriebszeitung auf. Weiterlesen...

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