Neuartige Modelliertechnik erlaubt 100x schnellere Änderungskonstruktion gegenüber herkömmlicher Methode
Mit der Synchronous Technology hat Siemens PLM Software 2008 eine neue Modelliertechnik vorgestellt, die als erste eine historienfreie, formelementbasierte Bearbeitung eigener wie importierter Daten erlaubt.
Damit kombiniert die Lösung die Geschwindigkeit und Flexibilität direkter Modelliertechniken – in denen ohne Rücksicht auf die Reihenfolge der Erstellungsschritte und Verknüpfungen die Geometrie eines Bauteils direkt bearbeitet werden kann – mit der präzisen Kontrolle maßgesteuerter Konstruktion.
Ein maßgeblicher Teil der Aufgaben eines Konstrukteurs besteht im Ändern und Modifizieren von Teilen, Komponenten und Baugruppen. Mit herkömmlichen Arbeitsweisen ist dies recht zeitaufwändig und fehleranfällig. Im Beispiel der abgebildeten Förderanlage soll u. a. die gesamte Konstruktion um 170 mm verlängert werden, wobei hier 7 Bauteile in der Länge angepasst sowie weitere 15 Bauteile (assoziativ) neu positioniert werden müssen. Eine Modifizierung und Platzierung all dieser Teile per Hand wäre mit einem Zeitaufwand von mindestens 30 Minuten verbunden. „Synchronous Technology“ dagegen erlaubt hier u. a. über einfaches „Markieren und Verlängern“ der relevanten Geometrie eine bis zu 100x schnellere Änderungskonstruktion. Am konkreten Beispiel waren diese Änderungen in 25 Sekunden vorgenommen.
Unternehmen erhalten so einen respektablen Vorsprung in Bezug auf die maßgeblichen Faktoren „Time-To-Market“ und Entwicklungskosten.
Führendes Blechmodul neu konzipiert
Neben dem Einsatz der Synchronous Technology in prismatischen Bauteilen und Baugruppen ist diese jetzt auch im Modul zur Blechkonstruktion anwendbar. Mit neuen Werkzeugen zur direkten Bearbeitung von Blechteilen können importierte Geometrien oder Skizzen in Bauteile gezogen werden, um schnell zu dem gewünschten Ergebnis zu kommen. Ein wichtiger Vorteil für Fertigungsbetriebe liegt auch hier wieder in der Möglichkeit, importierte Konstruktionen schneller als mit dem Originalsystem zu bearbeiten. Bei der Übernahme in Solid Edge werden Schlüsselparameter wie Blechstärke, Biegungen und Biegeradien erkannt und beibehalten. Änderungen, die sonst einen vollkommenen Neuaufbau der Konstruktion erfordern würden, lassen sich nun mit den beschriebenen, einfachen Methoden vornehmen.
Sicherheit durch integrierte Simulation
Zur konstruktionsnahen Berechnung eröffnet Solid Edge nun skalierbare Möglichkeiten, die eine Überprüfung von Modellen in frühen Phasen der Entwicklungsprozesse erlauben. Das neue Modul Solid Edge Simulation bietet mit vorkonfigurierten, bewährten Workflows Unterstützung für genaue Analysen von Baugruppen, einzelnen Volumenmodellen oder Blechteilen. Unternehmen, die spezialisierte Berechnungsingenieure nicht auslasten könnten, gehen damit einen ersten Schritt zur digitalen Simulation von Bauteilen. Mittelständische Zulieferer beweisen mit diesem zusätzlichen Dienstleistungsangebot Kompetenz und hohes Qualitätsbewusstsein.
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