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Samstag, 31.Juli 2010

Wirtschaftlichkeit fest im Blick

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Innovationen der IAA waren vor allem auf schadstoffarme, Sprit sparende, bezahlbare Fahrzeugmodelle gerichtet

„Weniger ist mehr." So könnte man die Bilanz der 63. Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) für PKW überschreiben.

So wertete Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), die Besucherzahlen von rund 850.000 als einen Erfolg gegenüber dem niedriger angesetzten Ziel von 750.000. Zur IAA 2007, die in der Hochkonjunkturphase stattfand, kamen noch knapp eine Million Interessenten. Den Rückgang begründete Wissmann damit, „dass die ausstellenden Firmen aus Kostengründen mit ihren Kundeneinladungen zur IAA extrem zurückhaltend waren". Als ein Anziehungspunkt für die dennoch zahlreichen Besucher galten die 100 Weltpremieren der Hersteller sowie die 87 Weltneuheiten der Zulieferer. In beiden Bereichen dominierten die deutschen Unternehmen. Auf deren Produkte trifft ebenfalls „Weniger ist mehr." zu, denn das 3-Liter-Auto für den Massenmarkt, emissionsfreie Elektrostadtfahrzeuge, extrem Sprit sparende Oberklassewagen, aber auch wirtschaftliche Fertigungsprozesse und bezahlbare Preise beherrschten die Exponate und Diskussionen.
Sehr beachtenswerte Innovationen kamen auch von ostdeutschen Unternehmen, die sich zum Teil gemeinsam auf dem ACOD-Gemeinschaftsstand präsentierten. Neben den Länderinitiativen, der IHK Südwestsachsen und der Universität Dresden waren 14 Zulieferfirmen vertreten. Höhepunkte bildeten „Benni", das erste Elektro-Auto der Firma FRÄGER und der ultraleichte Elektro-Extremsportwagen „e1" – ein Gemeinschaftsprojekt der Leichtbauzentrum Sachsen GmbH (LZS), des Institutes für Leichtbau und Kunststofftechnik der TU Dresden (ILK), der e-Wolf GmbH sowie der Li-Tec Battery GmbH – der auf dem Stand seine Weltpremiere feierte.
Neben diesen innovativen Komplett-Fahrzeugen lenkten aber auch die Connectivity-Produkte der Funkwerk Dabendorf GmbH aus Brandenburg sowie die MQB (Modulare Querbauweise) Hintersitzlehne (Metallstruktur) von TWB die Aufmerksamkeit der Gäste aus Politik und Wirtschaft auf sich. Auf der Basis des heutigen Entwicklungsstandes ist es TWB gelungen, durch den Einsatz von hochfesten Stählen, der modularen Bauweise sowie der Laserschweißtechnologie eine deutliche Gewichtsreduzierung gegenüber den Vorgängerprojekten zu erzielen, die nicht nur zur Verminderung des gesamten Fahrzeuggewichtes sondern insbesondere auch zur Reduzierung des CO2 Ausstoßes führen wird. Durch die Verringerung der erforderlichen Materialeinsatzmengen sowie dem Einsatz der Laserschweißtechnologie konnte zudem eine deutliche Preisreduzierung erzielt werden. Voraussichtlich ab 2011 wird die Hintersitzlehne erstmalig in Serie gebaut werden.
Claudia Hillmann

Foto:
Nicht die Krise, sondern modernste Technik bestimmte die IAA Ende September in Frankfurt am Main.     Foto: IAA

Aktualisiert ( Donnerstag, den 12. November 2009 um 16:26 Uhr )  

Ergänzende Informationen

Verband der Automobilindustrie (VDA)

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