Nach zehn Jahren erfolgreicher Netzwerkarbeit steuert MAHREG Automotive die Branche in Sachsen-Anhalt auf 2020 zu
Vor gut zehn Jahren kamen im Harzstädtchen Harzgerode sieben Herren zusammen, um einen Verein zu gründen. Ziel des Vereins war die Verbesserung der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft und Generierung von Forschungsaufträgen zur Entwicklung innovativer Technologien.
Im gleichen Jahr schulterten die Treiber des Vereins die Teilnahme am BMBF-Wettbewerb „Innovative Impulse für die Region“. Mit Erfolg, denn die Konzeption „M-A-H-REG Automotive“ wurde ausgewählt als eine von 25 weiteren Vorhaben aus insgesamt 444 Bewerbungen. Damit begann die Erfolgsgeschichte MAHREG Automotive.
Zeitig wurde erkannt, dass nur durch eine Konzentration auf die regionalen Kompetenzen und auf die konkreten Anforderungen der Automobilindustrie zeitnah Erfolge zu erreichen waren. Schon damals wurde mit der Fokussierung von Projekten auf den Leichtmetallguss der Grundstein für das jetzt aktuelle Kompetenzcluster „Aluminium – Legierungsentwicklung und innovative Gießverfahren“ innerhalb des ACOD gelegt. Basis waren die Erfahrungen im regionalen Wachstumskern „AL-CAST“.
Neben den technologiegetriebenen Projekten widmete sich MAHREG Automotive von Anfang an der Personalgewinnung, -qualifizierung für die mittelständisch geprägte Automobilzulieferindustrie des Bundeslandes. Perspektivisch wird nicht nur das geringe Eigenkapital, sondern vor allem der Mangel an qualifizierten Fachkräften die Entwicklungen der hiesigen Unternehmen gefährden.
Als weitere wichtige Aufgabenstellung wurde die Unterstützung der regionalen Unternehmen bei der Internationalisierung erkannt. Dazu arbeitet(e) die Geschäftsstelle in europäischen Projekten zusammen, wie z. B. „COMIN-CLUST“ (Strengthen the competitiveness of
SME by internationalisation of Businesses on cluster level), „NEAC“ ( Network of European Automotive Competence) und „TIE” (Transfer of Information and Experience). Ziel ist es, „best-practice“-Beispiele innerhalb Europas zu identifizieren und Kooperationen für die mitwirkenden Unternehmen voran zu treiben. Mittlerweile kann festgestellt werden, dass MAHREG Automotive seine Vernetzung und seine Aufgabenstellung im deutschen und europäischen Vergleich nicht zu scheuen braucht. In seiner ersten Teilnahme an der Internationalen Automobilausstellung 2001 in Frankfurt sah MAHREG Automotive die „große Chance, auf das umfangreiche Leistungsspektrum und Innovationspotenzial unserer sachsen-anhaltischen Zulieferunternehmen aufmerksam zu machen“. Neben Technologiemessen beteiligt sich MAHREG Automotive für und mit seinen Partnerfirmen an zahlreichen Firmenkontakt- und Berufsbildungsmessen zur Gewinnung neuer Auszubildender und hochqualifizierter Fachkräfte. Mit diesen Teilnahmen soll die Aufmerksamkeit der Interessierten auf die Entwicklungschancen im Mittelstand mit seinen flachen Hierarchien und den spannenden, vielseitigen Aufgabenstellungen gelenkt werden.
Seit 1. Januar 2007 wird MAHREG Automotive, mittlerweile als Cluster bezeichnet, durch das Bundesland Sachsen-Anhalt gefördert. Zu den mehr als 70 Mitgliedern des Vereins kommen nun weitere Unternehmen als Partner der Clusterinitiative hinzu. Gemeinsam entwickeln sie Projekte für die Mobilität von morgen. Die heutige Leitlinie für die Akteure heißt „Strategie – MAHREG Automotive 2020“.
Zu einem wegweisenden Meilenstein für MAHREG Automotive wurden die Ergebnisse der Clusterpotenzialanalyse im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft und Arbeit des Landes Sachsen-Anhalt. Die unabhängigen Auftragnehmer VDI Technologiezentrum (Düsseldorf) und technopolis (Wien) untersuchten verschiedene Clusterinitiativen. Als wichtigstes Ergebnis für MAHREG Automotive kann die Empfehlung zum Aufbau eines automotivnahen Forschungszentrums gesehen werden. Ziel dieser Einrichtung sind langfristige Kooperationen von Wirtschaft und Wissenschaft. Im Oktober 2009 wurde dabei den Partnern IHK und OvGU die Fördermittelbereitstellungszusage übergeben. Dieses so durch Bund und Land erheblich unterstützte Institut für Kompetenz in AutoMobilität soll Mitte 2010 erste Arbeiten aufnehmen, denn es gilt: Innovationen sind der Schlüssel zum Erfolg.
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Mitarbeiter des Clustermanagements von links Uve Jacubke (Projektingenieur); Inga Rödel (Projektcontrolling);
C.-Friedrich Fahlberg (Clustermanager).
Foto: Mahreg
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Produktausstellung im Rahmen der Veranstaltung des Landes Sachsen-Anhalt „Macher und Möglichkeiten“ am 04.11. 2009. Foto: Mahreg
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