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Wirtschaftsjournal online

Samstag, 31.Juli 2010

„sales & emotions “

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Teil 1 „Gemeinsame Ziele: Gefühlsgrundlage 1“

Kennen Sie Familie Meier?
Neulich traf ich den Vater Meier, der sich mächtig über seine Mannschaft echauffierte. Ich fragte ihn, was denn so los sei im Hause Meier und er erzählte beim Bier bereitwillig Folgendes: Den ganzen Tag arbeite er wie verrückt, um den Wohlstand der Familie zu sichern. Kaum sei er da und wenn er da sei, sei er fertig und wolle seine Ruhe. Und keiner akzeptiere das. Ständig würden sie ihn mit irgendwelchen Kleinigkeiten auf die Nerven gehen. Bei wirklich wichtigen Entscheidungen würde jedoch völlig aus dem Bauch und ohne ihn entschieden. Schweigend hörte ich mir das an. Es ist ja kurz vorm Jahreswechsel.
Ein paar Tage später lief mir dann die Tochter Meier über den Weg. „Wie war denn Weihnachten so?“, fragte ich geschmacksneutral. Sie lief rot an und schimpfte: “Nur Stress. Papa hat wieder mal rumgetobt, weil er nicht wusste, dass wir uns alle aus ökologischen Gründen auf einen künstlichen Baum geeinigt hatten. Dann gefielen ihm unsere Geschenke nicht - besonders der Reisegutschein, den wir für ihn und Mutti gekauft hatten, hat ihn verärgert.“ „Oh“ entgegnete ich und schwieg.
Kommt Ihnen das bekannt vor? Wir hoffen  für Sie, dass es bei Ihnen auf der Familienebene stimmt.  Wenn Sie das Ganze jedoch auf viele Unternehmen übersetzen, dann finden Sie genau eine solche Situation vor: Permanent gehetzte, sich von den Führungskräften und der Mannschaft missverstanden fühlende Geschäftsführer und Chefs. Teams, die versuchen, das Beste zu geben, oft aber nur raten können, was denn das Beste sei, da sie keine gemeinsamen Vereinbarungen über Werte, Ziele oder Spielregeln haben. Irgendwann strahlt die sich daraus ergebende Mißstimmung nach außen und die Kunden merken es. Sie sagen es (hoffentlich) dem Geschäftsführer oder Mitarbeitern -ansonsten geht’s böse aus.

Was kann man dagegen tun?
Laden Sie mindestens einmal im Jahr Ihre (Führungs-)Mannschaft für mindestens zwei (eher  drei) Tage außer Haus zur Schaffung ihrer strategischen und emotionalen Grundlage. Wir nennen es bei uns „Jahreszielkonferenz“. Andere bezeichnen es als „Einkehrtage“ oder als  „Wertekreis“. Egal wie Sie es nennen: Tun Sie es! Fahren Sie mit den wichtigsten Führungskräften (oder der gesamten Belegschaft)  ein Stück weg - dahin, wo es auch schön ist. Gestalten Sie gemeinsam ein Programm innerer Einkehr, indem Sie nachdenken, woher Sie kommen (Was haben wir erreicht-  quantitativ und qualitativ? Wo stehen wir aus Sicht der Kunden?) und bestimmen, wohin Sie gehen (Welche Grundsätze und Ziele bestimmen unser Tun 2010? Mit welchen Mitteln wollen wir diese erreichen? Welche Höhepunkte kommen? Wer gestaltet was im Unternehmen mit?).
Lassen Sie an der Vorbereitung (Hotelsuche, Freizeitpro­gramm, in­halt­licher Ab­lauf, Auf­bereitung der Ge­sprächs­the­men) möglichst viele Mitarbeiter mitwirken. Und: Vergessen Sie nie, die besprochenen Dinge als Vereinbarungen protokollieren zu lassen - das ist gut als Einstieg  fürs nächs­te Jahr und gleichzeitig Kontrollinstrument im laufenden Jahr, ob  alle Festlegungen realisiert werden.
Gestalten Sie die Jahreszielkonferenz stets motivierend und als Höhepunkt, nie als „Klassenschelte“. Denn: Die Chance, tolle Ideen gemeinsam zu kreieren, miteinander zu streiten, zu diskutieren und auch im informellen Teil miteinander zu sprechen, ist sonst vertan. Nutzen Sie die fremde Umgebung, um gemeinsam Neues und Ungewöhnliches kennenzulernen Und: Zeigen Sie Ihren Mitarbeitern  auch dadurch, wie viel sie und ihre Meinung Ihnen wert sind.
Wecken Sie dadurch nicht nur gute und tragende gemeinsame Emotionen, sondern gestalten Sie dabei die Grundlagen Ihres exzellenten strategischen Verkaufs!

Gerne unterstützen wir Sie mit unserem Know-how und unseren Erfahrungen bei der Vorbereitung und  Realisierung Ihrer Jahreszielkonferenz. Wir begleiteten bisher etablierte Unternehmen im In-und Ausland äußerst erfolgreich bei diesen Veranstaltungen und realisieren diese gern auch für Sie in der gewünschten Form gesamtverantwortlich
(z. B. als Führungskräfteseminar). Denken Sie gern auch in Richtung Ihrer Aufsichtsratstagungen, Gesellschafterrunden oder: Entwickeln Sie mit uns gemeinsam Ihre „Vision 2020“!
Wir freuen uns auf Sie.

Foto:
Die Autoren:
Uta Reiher und Heike Claus, tradu4you® gmbh

 
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