Startrampe für HighChem
Bitterfeld-Wolfen. Die Technologie- und Gründerzentrum Bitterfeld-Wolfen GmbH (TGZ) unterstützt insbesondere Existenzgründer bei ihrem Start in die Zukunft. Das kommunal geführte Unternehmen stellt seinen Mietern ein speziell auf Technologieunternehmen zugeschnittenes
Beratungsangebot bereit. Das betrifft sowohl die Hilfe bei der Existenzgründung, bei der Beantragung, Inanspruchnahme und Abrechnung von Fördermitteln wie auch die Unterstützung in Sachen Marktarbeit, vornehmlich bei Marketing und Akquisition. Im TGZ sind alle für den üblichen Betrieb einer chemischen Produktion im kleinen Maßstab notwendigen Medien und auch die weitere Infrastruktur, wie Chemikalienlager, Umkleide- und Aufenthaltsräume, vorhanden. Profitieren können die Start-up`s von den vielfältigen Kontakten des TGZ zu Netzwerken, Kooperationspartnern, Unternehmen sowie Universitäten und Hochschulen. Seit einigen Jahren wird im TGZ auch ein Schülerlabor betrieben. Hier können Kinder und Jugendliche praxisbezogen ihre Chemiekenntnisse vertiefen. Gearbeitet wird unter der Anleitung von erfahrenen Chemikern und Laboranten. Das Ziel dieser Einrichtung, die von vielen Chemiefirmen der Region unterstützt wird, ist es, den Nachwuchs für die Naturwissenschaften zu begeistern und dem drohenden Fachkräftemangel entgegen zu wirken.
Bedarfsorientierte Studiengänge
Merseburg. Die Hochschule Merseburg (FH) und das Bildungswerk Nordostchemie e.V. haben sich Ende November 2009 auf die Einrichtung von drei neuen dualen Bachelor-Studiengängen geeinigt. Ab dem Wintersemester 2010/2011 werden Studierende berufs- und ausbildungsbegleitend in den drei Fachrichtungen „Bachelor of Engineering Chemie“, „Bachelor of Engineering Chemietechnik“ sowie „Bachelor of Engineering Pharmatechnik” ausgebildet. Alle drei Studiengänge orientieren sich an den Fachkräftebedarfen der Chemieindustrie. Über die direkte Praxisanbindung entstehen frühzeitig Bindungen zwischen dem zukünftigen Nachwuchs und der regionalen Wirtschaft, die der Abwanderung entgegenwirken und die Wettbewerbsfähigkeit der Regionen sichern helfen. Die Hochschule Merseburg (FH) hat sich dabei als Kooperationspartner des Bildungswerks Nordostchemie e.V. mit ihrem Portfolio, ihren Fachkräften und ihrer hervorragenden Praxisanbindung vor allem zur regionalen Chemieindustrie in einem Auswahlprozess gegen zwei andere Konkurrenten durchsetzen können.
Neuartige Produkte und Verfahren gesucht
Leipzig. Neuartige Produkte oder Verfahren können noch bis zum 7. März beim IQ Innovationspreis Mitteldeutschland eingereicht werden. Bereits zum sechsten Mal veranstaltet die Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland den bundesweit einmaligen Wettbewerb. Dieser ist mit insgesamt 67.500 Euro dotiert und an den regionalen Clustern Mitteldeutschlands ausgerichtet. Dazu zählen Automotive, Biotechnologie - Life Sciences, Chemie/Kunststoffe, Ernährungswirtschaft, Energie/Umwelt sowie Informationstechnologie. Erstmals wird ein IQ-Clusterpreis auch im Bereich Solarwirtschaft ausgelobt. Bewerbungen können ausschließlich im Internet unter www.iq-mitteldeutschland.de abgegeben werden.
Formel-1-Niveau
Magdeburg. Beim Start der Formel-1-Saison 2010 am 14. März in Bahrein wird auch Technik aus Magdeburg mit am Start sein. Im Januar lieferte der Helmhersteller Schuberth seine aktuellen Produkte an mehrere Formel-1-Piloten. Auf Sicherheit aus Sachsen-Anhalt setzen dabei unter anderem Rekordweltmeister Michael Schumacher und sein Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg. Insbesondere zwischen Comeback-Pilot Schumacher und dem Unternehmen besteht eine jahrelange Zusammenarbeit. Bereits seit 2001 sind die Helmproduzenten exklusive Entwicklungspartner der Scuderia Ferrari, Schumachers ehemaligem Rennstall. Die Magdeburger Helmspezialisten rüsten bis heute das komplette Team aus - inklusive den momentanen Fahrern Felipe Massa und Doppelweltmeister Fernando Alonso.
Schwung für Wirbelschichttechnologie
Weißandt-Gölzau. Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff hat Ende September 2009 in Weißandt-Gölzau den Startschuss für einen neuen „Innovativen Regionalen Wachstumskern" gegeben. Das Innovationsbündnis WIGRATEC - Wirbelschichtbasierte Granuliertechnologie - besteht aus sieben Unternehmen aus Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie Wissenschaftlern der Magdeburger Otto-von-Guericke-Universität und der Hochschule Anhalt. Das Projekt wird in den kommenden drei Jahren mit 7,2 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Die beteiligten Unternehmen steuern rund 6 Millionen Euro bei. Ziel ist es, die in den 1970er Jahren in Magdeburg entwickelte Wirbelschichttechnologie zu verfeinern, um Energie einzusparen und aus flüssigen Produkten hochwertige Granulate für die Chemie, Pharmazie und Biotechnologie herzustellen.






