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Samstag, 31.Juli 2010

Für Funkenflug und Autofahrt

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„Start up“-Gebäude bietet beste Voraussetzungen für wachstumsorientierte Unternehmer

Mit dem „Start up“-Gebäude wurde in Chemnitz im Juni der – nach den zwei Standorten des Technologie Centrums – dritte Standort für technologieorientierte Gründungsunternehmen eingeweiht. Inmitten des neuen Smart Systems Campus mit Fraunhofer-Einrichtungen und Hightech-Unternehmen und in Nachbarschaft zur TU Chemnitz gelegen, bietet das Gebäude beste Voraussetzungen für wachstumsorientierte Unternehmer in den Schlüsseltechnologien Mikro- und Nanosystemtechnik. Das nutzen unter anderem die EDC Electronic Design Chemnitz GmbH und die Berliner Nanotest und Design GmbH.

Smarte Filter meiden Hitze
Zu den ersten Unternehmen, die das herausragende Umfeld im „Start up“-Gebäude nutzen wollen, zählt die EDC Electronic Design Chemnitz GmbH. Das 2008 gegründete Unternehmen hatte zunächst im Technologie Centrum Chemnitz seine Basis: „Im ‚Start up' sind wir jetzt näher an der Uni“, so Geschäftsführer Dr. Steffen Heinz. Das machte sich gleich an der Mitarbeiterzahl bemerkbar: Zu den acht festen Mitarbeitern kommt inzwischen die gleiche Zahl an Praktikanten und Werkstudenten - alle von der TUC.
Die EDC entwickelt integrierte Schaltkreise und Boards für Industrieendkunden. So geht es momentan in einem Projekt darum, Absaugeinrichtungen für Schweißarbeitsplätze zu verbessern: „Absaugeinrichtungen werden oft auch zur Energierückgewinnung genutzt, dafür muss die abgesaugte Luft vor der Rückführung aber gefiltert werden“, weiß Heinz. Problematisch wird es, wenn dabei Funken durch die Luft fliegen: „Das könnte die Filter verbrennen.“ Deshalb arbeiten die EDC-Ingenieure derzeit am Einsatz eines Infrarot-Sensors, der die Energie der abgesaugten Luft detektiert. Ist sie zu groß, wird die Luft am feuerempfindlichen Feinfilter vorbeigeführt. Aber auch Filter, die stetig kabellos ihren Verschmutzungsgrad anzeigen, sind in Arbeit – „Smart Filter“ nennt die EDC das Projekt.  Die Vielseitigkeit der eingesetzten Sensorsysteme – mikromechanisch, optisch, chemisch oder elektrisch – ermöglicht auch einen breiten Kundenkreis: Vom Produzenten von Absaugeinrichtungen über den Hersteller von Elektromotoren bis hin zum Textilmaschinenbauer.

Sensoren im Thermoschock
Mit Sensoren beschäftigt sich auch ein Industrieverbund im „Start up“-Gebäude. Unter Federführung der Berliner Nanotest und Design GmbH arbeiten insgesamt sieben Unternehmen und zwei Forschungseinrichtungen unter dem Namen „Zuverlässigkeit in der Mikro-Nano-Systemtechnik“ zusammen. „In der Gesamtheit verstehen wir uns als Dienstleister für die Automobilindustrie“, so Dr. Thomas Winkler, Geschäftsführer der Nanotest GmbH: „Wir analysieren die Zuverlässigkeit von Fahrzeug-Elektronik."
Das ist ein wachsendes Feld: In den vergangenen Jahren – so weisen es Pannenstatistiken aus – blieben Autos oft wegen streikender Elektronik liegen: „Das hängt damit zusammen, dass zunehmend mehr Elektronik verbaut wird. Da ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass etwas passiert.“ Damit so wenig wie möglich Autos lahmen, kümmert sich der Verbund um die Leistungsfähigkeit der Sensoren: Wo sollten Chips auf Leiterplatten aufgebracht sein, um möglichst wenig Schwingungen ausgesetzt zu sein? Wie kommen Sensoren mit dem häufigen Kaltstart zurecht, einem regelrechten „Thermoschock“? Und wie beeinflussen sich die verschiedenen elektronischen Systeme gegenseitig? „Durch den Verbund können wir solche komplexen Fragen beantworten“, so Winkler. Numerische Simulationen, thermische Messungen, Zeitraffer-Experimente für Langzeit-Simulationen oder Verformungsexperimente ermöglicht die unbürokratische Kooperation, in die auch die neue Chemnitzer Fraunhofer Einrichtung für Elektronische Nanosysteme eingebunden ist.

Foto:
Dipl.-Ing. André Lange, Geschäftsführer der EDC GmbH am Entwicklungsarbeitsplatz.

 
Ausgezeichnetes Wachstum

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28 Unternehmer bewiesen, dass Engagement und Mut zum Erfolg führen

Die Sieger im diesjährigen Wettbewerb „Wachstumspreis 2010" stehen fest. Mit der Auszeichnung sind am 3. Juni die Bibliothekseinrichtung Lenk GmbH Schönheide im Erzgebirge, die Erfal e. K. Falkenstein im Vogtland, die Kieselstein GmbH Chemnitz und die Schwarz Medien Center GmbH Meerane im Landkreis Zwickau bei einem Festakt in der Sparkasse Plauen geehrt worden. Weiterlesen...

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