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Samstag, 31.Juli 2010

Direkte Linie zum Meer

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Elbehafen Aken ist auch nach 120 Jahren ein gut funktionierendes Bindeglied

Der Hafen in Aken hat sich nach Ansicht von Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Dr. Karl-Heinz Daehre in den vergangenen Jahren als ein wichtiger Motor für die regionale Wirtschaftsentwicklung profiliert. „Dieser Logistikstandort sichert Arbeitsplätze, sein Ausbau entlastet die Straßen vom Schwerlastverkehr und schont damit zugleich die Umwelt", betonte er bei einer feierlichen Veranstaltung Mitte September 2009 zum 120. Hafengeburtstag. Daehre äußerte sich zuversichtlich, dass der Hafen auch künftig seine positive Wirkung auf die Entwicklung der Stadt entfalten wird.
Nach Auffassung des Ministers bietet der Hafen durch seine günstige Lage gute Voraussetzungen für einen ökonomisch sinnvollen und ökologisch bewussten Betrieb. Der Elbehafen in Aken stelle ein gut funktionierendes Bindeglied zwischen den verschiedenen Verkehrsträgern dar.
Gemeinsam mit den Häfen in Magdeburg, Haldensleben, Halle-Trotha und Dessau-Roßlau soll der Hafen in Aken dazu beitragen, den Schwerlastverkehr wieder von der Straße auf Binnenschiffe zu verlagern. Seit 2008 ist der Hafen über die Elbe-Container-Linie mit dem Terminal des Hamburger Seehafens verbunden. Dies ist eine Voraussetzung für eine schnelle und günstige Hinterlandanbindung sowie für die reibungslose Abwicklung des überregionalen Güterverkehrs.
Der Akener Hafen wurde im Jahr 1889 in Betrieb genommen. Das Landeshafenkonzept Sachsen-Anhalts betont die wirtschaftliche Bedeutung dieses Standortes. Seitdem wurde der Hafen mit europäischen sowie Bundes- und Landesmitteln ausgebaut und weiter entwickelt. Aken avancierte seitdem zum wichtigsten Schwergutterminal in der Region. Hier werden Maschinen und Anlagen (u. a. Generatoren, Reaktoren, Kessel und Turbinen) für den gesamten mitteldeutschen Wirtschaftsraum umgeschlagen.
CH

Die positive Entwicklung der Binnenschifffahrt in Sachsen-Anhalt lässt sich an den folgenden aktuell verfügbaren Zahlen ablesen: Nach dem wirtschaftlichen Umbruch und dem darauf folgenden Rückgang im Jahr 1991 auf 2,7 Millionen Tonnen ist der Güterumschlag in den Häfen und an den Verladestellen des Landes kontinuierlich gestiegen. Mit rund 7,9 Millionen Tonnen wurde dieser Positivtrend auch im vergangenen Jahr fortgesetzt - im Vergleich zu 2002 bedeutet dies einen Zuwachs von fast einem Drittel.

Foto:
Nordbrückenzug und Elbeufer am Magdeburger Wissenschaftshafen.
Foto: www.magdeburg-foto.de/Jens Klapputh

 
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