Die sächsischen Binnenhäfen mit ihren 6 Logistikknotenpunkten ziehen positive Bilanz
Der Hafenverbund mit seinen sechs Binnenhäfen in Dresden, Riesa, Torgau (SBO), Decin, Lovosice (CSP) und Dessau-Roßlau (IHR) blickt auf ein überraschend gutes Geschäftsjahr 2009 zurück.
Obwohl die Transportmenge in Deutschland aufgrund der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise um etwa 11 Prozent gesunken ist, betrug der Rückgang im Güterumschlag des Hafenverbundes, zu dem sowohl der Transport per Schiff als auch per Bahn und LKW gehören, nur 4 Prozent.
„2009 war ein sehr wechselhaftes Jahr – mit positivem Ausgang!", zeigte sich Kapitän Detlef Bütow, Geschäftsführer der SBO und CSP, erleichtert. Denn gemessen am Umsatz des Jahres 2008, das ein echtes Spitzenjahr darstellte, konnte der Umsatz von 12,4 auf 12,5 Millionen Euro gesteigert werden. Als positive Ursachen sieht Bütow unter anderem die bereite Angebotspalette des Unternehmensverbundes, zu der der Umschlag von Massengut, Stück- und Schwergütern sowie Containern gehört sowie im kontinuierlichen Ausbau der Umschlagplätze und Gütertransportstrecken. Zu den anspruchsvollsten Nutzern gehören Unternehmen der Chemischen Industrie. Hier bietet der Hafen in Riesa mit großen Terminals, Lagerhallen und moderner kraftvoller Umschlagtechnik sehr günstige Voraussetzungen. „Chemieunternehmen haben ein hohes Sicherheitsbedürfnis!", weiß Gunto Mörer, Geschäftsführer der IHR. Die Transportsicherheit – vor allem der gefährlichen Güter – sowie die Versorgungssicherheit ist den Unternehmen enorm wichtig. Im Hafen Riesa wurde 2009 begonnen, eine 16.000 Quadratmeter große Logistikhalle für einen Reifenhersteller zu errichten. Die Fertigstellung der Halle ist für April/Mai 2010 geplant. Das gesamte Investitionsvolumen für in 2009 begonnene Projekte umfasste 16 Millionen Euro.
„Wir haben uns der grünen Verkehrspolitik verschrieben, ohne jedoch Verkehrsträger zu verteufeln", sagte Detlef Bütow. Dabei werden die europäische Binnenschifffahrt, die Überseeschifffahrt, die Eisenbahn und der Straßentransport sinnvoll miteinander kombiniert, so dass lange Wege vermieden und nach Möglichkeit die Straßen entlastet werden.
Die Sächsische Binnenhäfen Oberelbe GmbH (SBO) betreibt Häfen in Dresden, Riesa und Torgau an der Elbe. Als 100-prozentige Tochter der SBO wurde 2002 die Tschechisch-Sächsische Häfen GmbH mit den Binnenhäfen Decin und Lovosice gegründet. Seit 2004 gehört auch der Hafen Roßlau (IHR - Industriehafen Roßlau GmbH) in Sachsen-Anhalt zur Unternehmensgruppe. Trotz der schwierigen Wirtschaftslage konnte die Mitarbeiterzahl konstant bei 127 gehalten werden. Insgesamt 2,62 Millionen Tonnen Güter wurden 2009 im sächsischen Hafenverbund umgeschlagen.
Simone Pflug
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Die Containerlinie ETS-Elbe verbindet zweimal wöchentlich den Hafen Riesa mit zwei tschechischen Binnenhäfen.   Â
Foto: SBO







