Die Kunststofffamilie in Sachsen-Anhalt im Überblick
Plastiktüten, Getränkeflaschen, Klappstühle – Kunststoff ist allgegenwärtig. Und er gilt als Werkstoff der Zukunft. Zu Recht, denn seine technischen Eigenschaften lassen sich nahezu grenzenlos verändern. Spritzgegossene Photovoltaikmodule, elektrisch-leitfähige Polymere für elektronische Komponenten, naturfaserverstärkte Wood-Plastic-Composites oder Elastomer-Nanokomposite für den rutschfesÂten Automobilreifen sind nur einige Beispiele aktuell laufender innovativer Entwicklungen aus Sachsen-Anhalt.
Hier setzen die Menschen traditionell auf den Zukunftsstoff. Bereits 1937 wurde der erste Synthesekautschuk in Schkopau entwickelt. Heute ist die Kunststoffindustrie mit rund 100 Unternehmen und mehr als 9000 Mitarbeitern eine der stärksten Industriezweige im Land. Und sie wächst weiter: Erst im Juni 2009 hat Dow Automotive, ein Geschäftsbereich der weltweit tätigen The Dow Chemical Company, eine neue Produktionsstätte für Spezialklebstoffe am Standort Schkopau eröffnet; 180 neue Arbeitsplätze sind entstanden. Am mitteldeutschen Dow Standort werden künftig alle Karosserie- und Scheibenklebstoffe für den Zubehör- und Ersatzteilmarkt in Europa und angrenzende Regionen sowie für die Erstausstattung im Automobilbau hergestellt.
„Die Investition von Dow Automotive hier in Schkopau unterstreicht die Wichtigkeit des Standortes Mitteldeutschland für Dow – als Brücke zu den wachsenden Märkten in Osteuropa und mit direkter Anbindung zu führenden Automobilherstellern und Zulieferern in dieser Region", kommentiert Rudolf Lamm, Geschäftsführer Dow Olefinverbund GmbH, die Bedeutung dieser wichtigen Investition.
„Global Player wie Dow Chemical tragen maßgeblich zur positiven Entwicklung des mitteldeutschen Chemiedreiecks bei. Durch Investitionen in Milliardenhöhe ist eine der modernsten Chemieregionen Europas entstanden. Dazu gehört nun auch die neue Produktionsanlage von Dow Automotive am Standort Schkopau. Die hier hergestellten innovativen Hightech-Klebstoffe sollen dazu beitragen, Autos leichter und zugleich sicherer zu machen – zwei sehr gute Argumente für die weltweit unter erheblichem Strukturanpassungsdruck stehende Automobilbranche", würdigt Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff das Engagement von Dow in Mitteldeutschland.
Dow ist weltweit das einzige Unternehmen, das sowohl hochleistungsfähige Kunststoffe und Schäume als auch Klebstoffe für den Automobilbau anbietet. Dies gilt vor allem für die speziell auf die Bedürfnisse einzelner Autohersteller abgestimmten Spezialklebstoffe auf Basis von Polyurethan und Epoxid, die zukünftig unter anderem in Schkopau hergestellt werden. Erst im vergangenen Jahr hatte sich der weltweit größte Hersteller für Kunststoffmaschinen für den Standort entschieden: KraussMaffei. Von seinem neuen Vertriebs- und Servicecenter in Schkopau betreut das Unternehmen Kunden in Mitteldeutschland. Gelockt haben wohl die guten Bedingungen vor Ort, allen voran das Fraunhofer Pilotanlagenzentrum für Polymersynthese und -verarbeitung (PAZ). Es stellt eine europaweit einzigartige technische Infrastruktur zur Verfügung, die die kundenspezifische großtechnische Erprobung von Synthesen und die darauf abgestimmte Kunststoffverarbeitung unter einem Dach gestattet.
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Der weltweit vertretene Chemie-Konzern Dow – hier am Standort Buna – verleiht Mitteldeutschland wesentliche Impulse für Wirtschaft, Forschung und Ausbildung.    Foto: IMG
IMG – Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH
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