Firmen und Forschungseinrichtungen arbeiten gemeinsam an effizienter stofflicher Nutzung
Im Rahmen des Bundeswettbewerbes „Spitzenforschung und Innovation in den Neuen Ländern" wurde Mitte Mai 2009 die TU Bergakademie Freiberg mit ihrem Projekt „Deutsches Energierohstoff-Zentrum Freiberg – Technologien für das Nach-Erdölzeitalter" für eine Förderung ausgewählt.
Für bundesweit 11 Vorhaben stellt der Bund insgesamt 200 Millionen Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren ab 2009 bereit.
Für die damalige sächsische Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange ist dies ein Indiz für die Anerkennung langjährig ausgebauter Kompetenzen: „Sachsen hat sich als das deutsche Entwicklungszentrum für neue Kohlevergasungs- und (Bio-)Kraftstoff-Technologien international zurück gemeldet. Damit wird an die großen sächsischen Kohleforschungstraditionen auf neuem Niveau angeknüpft."
Die TU Bergakademie Freiberg (TU BAF) ist seit Jahrzehnten in der Erforschung der stofflichen und energetischen Kohlenutzung an vorderer Stelle tätig. Mit einer interdisziplinären Forschungsstrategie werden alle Kompetenzen der Ressourcen-Universität TU Bergakademie Freiberg in die Energierohstoff-Forschung eingebunden.
Im Freistaat Sachsen sollen damit künftig die weltweiten Spitzentechnologien für eine sichere Grundstoffversorgung im Nach-Erdölzeitalter entwickelt werden. Dabei werden neue Technologien wie CCS (Carbon Capture and Sequestation) und die Nutzung von Biomasse eine wichtige Rolle spielen.
Die TU Freiberg ist in das Innovationsforum „Innovative Braunkohlen Integration in Mitteldeutschland ibi" eingebunden. Es ist Teil der Innovationsinitiative „Unternehmen Region Neue Länder" und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Mit Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt und des Freistaates Sachsen soll ein nachhaltiges Netzwerk aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung entstehen, das die verfügbaren Rohstoffpotenziale und Technologiefelder analysiert, deren wissenschaftliche und wirtschaftliche Zukunftschancen bewertet sowie Erfolg versprechende Handlungs- und Marktfelder für die Wissenschaft und Wirtschaft erschließt. Hierbei koordiniert die IHU Gesellschaft für Ingenieur-, Hydro- und Umweltgeologie mbH die Zusammenarbeit von wissenschaftlichen Einrichtungen und Unternehmen aus Mitteldeutschland. Das konkrete Ziel ist, aufbauend auf den Traditionen, Kompetenzen und den Potenzialen der Region mit den modernen Chemieparks unter Nutzung von innovativen Verfahren und Anlagentechniken die Voraussetzungen für eine effiziente, stoffliche Nutzung der Braunkohle Mitteldeutschlands zur Erhöhung der Wertschöpfung zu erforschen und zu entwickeln.
Claudia Hillmann
Foto:
Braunkohle – wie sie hier im Bild 2007 im Tagebau Profen abgebaut wurde – soll nicht nur verstromt werden, sondern auch ein Rohstoff für die Chemieindustrie sein.
Foto: MIBRAG/Uwe Winkler
Kooperationspartner:
INFRALEUNA GmbH
ROMONTA GmbH
MIBRAG mbH
Hochschule Merseburg (FH)
TU Bergakademie Freiberg
tti Technologietransfer und Innovationsförderung Magdeburg GmbH
Geokompetenzzentrum Freiberg e.V.
isw Institut für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung gemeinnützige Gesellschaft mbH
IHU Gesellschaft für Ingenieur-, Hydro- und Umweltgeologie mbH



Kreative Ideen für die Praxis
